Die Eingewöhnung


Die Eingewöhnung bei mir findet nach dem Münchner Modell statt. Die Idee ist, dass das Kind sich selbst eingewöhnt. Nicht nur die neue Bezugsperson, sondern auch die anderen Kinder und die Räume werden im Laufe der Eingewöhnung vertrauter. Gemeinsam mit einem Elternteil oder auch Oma/Opa bleibt das Kind für mehrere Stunden zusammen bei den Waldspatzen, um den Rhythmus des Tagesablaufes kennen zu lernen. In der ersten vollen Woche findet keine Trennung statt. In der zweiten Woche findet die erste Trennung bei den Draußenaktivitäten (ca. 9.45/10 Uhr bis 10.45/11 Uhr)statt. Meist ist eine Trennung in der Zeit im Garten oder im Wald einfacher für die Kinder und die Gruppe. Die erste Trennung ist direkt 1 Stunde und wenn das Kind sich daran gewöhnt hat und sicher ist, dass die Bezugsperson wiederkommt, wird die Trennungszeit erweitert. Kann das Kind die Zeit von 7.30/8.00 Uhr bis 11.00 Uhr gut bewältigen, findet ein Besuch zu Hause statt. Ich baue ein tieferes Vertrauen mit dem Hausbesuch auf, schaue wo das Kind schläft, schau mir die Spielsachen an und gemeinsam besprechen wir die Besonderheiten der Schlafsituation. Dann startet der lange Tag von morgens, mit Mittagessen bis nach dem Schlafen bei mir. Erfahrungsgemäß kann es vorkommen, dass Kinder zuerst gern kommen und es dann einen Einbruch gibt, wenn sie merken, dass die Betreuung bei mir auf Dauer angelegt ist und nicht nur für ein paar Tage. In der Eingewöhnung ist es mir wichtig, dass die Eltern sich aufgehoben und angenommen fühlen, mit ihren Ängsten und Zweifeln, da sie ihr Kind in eine Betreuungssituation geben und in dieser Zeit von ihrem Kind getrennt sind. Wenn Mama und Papa ihrem Kind Sicherheit vermitteln und Verständnis zeigen und trösten, kann die Eingewöhnung gut gelingen. Natürlich braucht ihr Kind während der Eingewöhnungszeit ganz viel Liebe und Kuscheln Zuhause. Die Fremdbetreuung ist ein Ersatz, aber auch Stress für die Kinder.